Unsere Bambinis im Trainingslager „Ketteler Hof“

Unsere Bambinis im Trainingslager „Ketteler Hof“

Der Ketteler Hof ist bei allen im Kreis bekannt als der Tegernsee der Bergischen. „Um sich auf die letzten Spiele der Saison optimal vor zu bereiten beschloss die Sportliche Leitung der G1 im Einklang mit den Mannschaftsvertretern kurz vor Saisonende noch einmal zu investieren. Kosten wurden durch die Mannschaftskasse und Mühen durch die mitgereisten Servicemitarbeiter gedeckt.

Und eben diese wurden durch den Trainerstab mit den Nachwuchskräften in nahezu alle aufgebauten Übungen und Abläufe mit einbezogen, so dass sich schnell erkennen ließ, wer Sportler und wer Supporter war.

So wunderte es nur die unbeteiligte Fangemeinde, dass nach kurzem Warming up auf der Waldkletterzone, bereits Höchstleistungen auf Rutsche eins verbracht wurden. Die Protagonisten wendeten das im Training mühevoll erlernte schnell an, so dass der Landesbahnrekord wackelte wie Wackelpeter.

Das Mannschaftsfoto wurde aus Rücksicht auf die eingegelte Frühfönfrisur der Sportler noch in den Wald verlegt. Ein Geniestreich so dass das Abschlussbild immer noch taufrische Fußballer parat hält.

Die Dreierschaukel, wurde zunächst kaum beachtet, da sie höchst anspruchsvolle Schaukelkoordination fordert und auch technische Schwächen offenbart. Das neu zur Mannschaft gestoßene Nachwuchstalent, wurde hier bereits früh für seinen Mut und Tatendrang belohnt. Als Spielerschwester Emma Ihre erstrittene Einzelschaukel opferte und neben Henri auf der Dreierschaukel Platz nahm konnte man den Spirit von Haltern nahezu spüren.
Als wäre das nicht schon genug gewesen, schwang sich Nichtschaukler Max zu diesem Duo auch noch auf das labile nur an Seilen befestigte Quergebälk, der Teufelskerl.

Das Servicepersonal schien nicht gut vorbereitet auf die häufigen Tempowechsel zu sein. So war der Proviant bereits vor der Bimmel und Bummelbahn nahezu aufgebraucht. Trainingslager ist eben Trainingslager. Hier zeigte sich der Sportsgeist unserer Borner Equipe. Auf der Bummelbahn wurden Fahrscheine nach Mallorca und Berlin eingelöst. Zu Tränen gerührt gewährte die ansonsten wenig emotionale Schaffnerin unseren Kindern Fensterplätze.

Um schnell den Trainingsrückstand auf zu holen legten einige unserer Nachwuchskräfte zwischen spezielle Sondereinheiten auf Geräten ein, die nicht zum Standardrepertoire gehörten. Dass hier bei so viel Einsatz, die Einsatzleitung nicht immer alle Übungen Live mitverfolgen konnte, wurde schnell verziehen. Symbolhaft für den fehlenden Überblick wurde das: „Wo ist Henri?“, zum geflügelten Wort.

Als Bergischer Junge erscheint einem der Niederrhein reichlich flach. Gegen das drohende Heimweh nach Bergischen Höhen, kletterten sich die kleinen Fußballer zu wahrer Größe. Was lässt die Kinder nur so über sich hinaus wachsen? Das Gefühl von Freiheit in luftiger Höhe, der sportliche Ehrgeiz es den anderen gleich zu tun, die Summe der bereits hier geleisteten Einzelerfolge? Vielleicht ein bisschen von jedem, so wie die mitgereisten Schlachtenbummler auch ein bisschen von jedem aus den restlichen Proviantpacks vertilgten. Nahezu verabredet erschien es, dass die Frikadellen, je nach Gusto mit viel Salz oder Gartenkräutern mit den frisch aufgerissenen Frikadellen der heimischen Wurtsindustrie battlelten.

Während sich noch einzelne auf der gemeinsamen Mattenrutsche über erzielte kleine Erfolge in Trainingsläufen freuten, lugten die erfahrenen Trainingslagerteilnehmer schon zur Hochgeschwindigkeitsrutsche. Hier trennt sich Spreu vom Weizen, Träne vom Auge und Schlitten vom Popo. Während die Mattenrutsche noch durch geschickte Farbauswahl einen gewissen Bahnvorteil den Teilnehmer zum Sieg gleiten ließ, kam es nun bei allen Sportlern unter gleichen Bedingungen nur noch auf die Technik an. Kluges Teamwork mit richtiger Rutschreihenfolge brachte Sieger und Nächstplatzierte in einen regen Austausch.

Cooling Down am Wasserspiel mit einer neuen Runde: Wo ist Henri? Hinzu kam Kaffee, Eis, Flips, Frikas, Eis Nummer vier für Marlon, Frikas in mittlerweile allen Formen und Farben. Unerwähnt müssen nun die Langseilschaukleerlebnisse mit Einzelaufstiegsunfällen des Servicepersonals auf der Longslong bleiben. Für die Blechschäden des Stockkartevents wurde schnell die Mannschaftsversicherungskarte gezückt.

Die Sorge der Mannschaftsverantwortlichen schien berechtigt, dass hier einige Sportler und Betreuer überpaced hatten, so dass auf der Rückfahrt bereits nach wenigen Autobahnkilometern die Anspannung in Entspannung überging und Powernapping bis nach Hause nun in angemessener Tiefe begleitete. Hoffen wir alle, dass sich die hier gezeigten Leistungen auch auf den Platz bringen lassen.